Herrmann: Killerspiele auf einer Stufe mit Kinderporno’s – 6, setzen!

  • , 23:03 am 1. April 2009 | 3 Kommentare :-)
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    “Killerspiele widersprechen dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft und gehören geächtet. In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zurecht niemand infrage stellt”

    Zital von Joachim Herrmann via Golem.de

    Joachim Herrmann (leider derzeit Bayerns Innenminister) ist offenbar noch mehr geistig umnachtet als es damals Herr Beckstein war – das konnte ich mit bis dato eigentlich kaum vorstellen. Immer wieder herrlich, diese Auswüchse von Unwissenheit und Inkompetenz unserer Politiker zu lesen. Komisch nur, dass die Pressemitteilung dazu nicht vom 1.4. sondern vom 31.3. ist. Hätte als Aprilscherz eher gepasst.

    Jetzt mal im Ernst: Wenn die Auswirkungen meiner täglichen Dosis Counterstrike der von Kinderschändung oder Heroin in nichts nachstehen, sollte man diese beiden Sachen aber schleunigst legalisieren. Denn Auswirkungen gibt es keine, außer jeder Menge Spaß – und zwar ohne Schäden oder Opfer!

Blog Kommentare

  • Killerspiele = Kinderpornos? Internetkultur entruestet! « Killerspieldebatte 11:24 am 2. April 2009 | Permalink

    [...] gegen Godwins Gesetz verstossen, und die Diskussion von vornherein verloren hat; ab.ge.bloggt.org kommentiert trocken mit “6, setzen”; uhle.ws schreibt: “Tragisch ist nur das Unfähigkeit und [...]

  • Michael V 16:41 am 7. April 2009 | Permalink

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    für Herrn Innenminister Herrmann ist es laut Pressemitteilung “wissenschaftlich klar erwiesen, dass der andauernde Konsum derartiger [Computer-]Spiele, in denen Gewalt und Brutalität anders als bei Filmen aktiv ausgeübt und gesteuert wird, die Gewaltbereitschaft fördert und die Fähigkeit, Mitleid zu empfinden, verkümmern lässt.”

    ( Quelle: http://www.stmi.bayern.de/presse/archiv/2009/127.php )

    Da mir keine einzige Quelle bekannt ist, wonach dies „wissenschaftlich klar erwiesen“ ist, hätte ich hierfür gerne eine beispielhafte Quellenangabe von nur einer wissenschaftlichen Veröffentlichung, welche zu diesem eindeutigen Ergebnis kommt und weshalb beispielsweise die von mir genossene staatliche Zwangsausbildung zum mitleidlosen Töten (Bundeswehr) diese oben beschriebene Wirkung nicht haben soll.

    Zudem möchte ich darauf aufmerksam machen, dass im Zuge von „LAN-Partys“ es keinen einzigen Fall gibt, bei dem die Polizei wegen gewaltsamer Ausschreitungen eingreifen musste – übrigens im Gegensatz zu Fußballspielen, in deren Umfeld es in der Bundesrepublik erwiesenermaßen bereits etliche Tote gab – komischerweise fordert kein Politiker, Fußball zu verbieten.

    Zudem würde mich interessieren, weshalb von den Millionen Wehrmachtveteranen, welche nun wirklich ohne Zweifel zum „mitleidlosem Töten“ erzogen wurden und dies auch Jahrelang praktizieren mussten, es nach dem Kriege nur einen einzigen Fall eines amoklaufenden Veteranen gab (am 11. Juni 1964 in Köln ). Ist Herr Herrmann der Meinung, dass Computerspiele stärker traumatisieren als der Zweite Weltkrieg?

    Ich selber habe noch im Studium diese Spiele gespielt und habe als junger mehrfacher Familienvater und Diplomingenieur heute andere Präferenzen – nach der Mitteilung von Herrn Herrmann und die angeblichen „wissenschaftlichen Nachweise“ mache ich mir jedoch Sorgen über verborgene potentielle Traumatisierungen, welche möglicherweise in mir schlummern.

    Daher nochmals die Bitte meinerseits nach wenigstens einer ernsthaften Veröffentlichung mit besagtem „eindeutigen Nachweis“

    Mit freundlichen Grüßen
    …..

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  • Rob 16:45 am 7. April 2009 | Permalink

    Na bin ja mal gespannt ob du wenigstens eine Antwort bekommst :)

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