2 Monate Flattr – geben ist seliger denn nehmen, oder?

  • Rob, 19:03 am 17. Juni 2010 | 1 Kommentar :)
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    Knapp 2 Monate nutze ich nun bereits Flattr, den “Bezahldienst für Blogs” (was das ist, erkläre ich jetzt nicht, kann aber u.A. hier nachgelesen werden). Die Idee hat mir sofort gefallen, schließlich lese ich einige Blogs regelmäßig und fand die Möglichkeit ganz nett, diese so zu supporten. Das tat ich dann natürlich auch, indem ich 10 EUR via Paypal auf mein Flattr-Konto geladen hatte. Abzüglich Paypal-Gebühr (dafür kann Flattr ja nix) und deren ziemlich frechen 10% Aufwandspausche blieb irgendwas um die 8 EUR übrig.

    Nun fing ich also an, meine Lieblings-Blogs immer brav zu flattr’n, woraufhin für diesen Monat dann diese Statistik entsteht:

    Soll heissen, derzeit habe ich 21x auf einen Flattr-Button geklickt und somit 38 Cent je Klick an die Blogs gespendet, die den Button eingebunden hatten. Problematisch finde ich jetzt aber eher die Tatsache, dass die Blogger ja vermutlich auch Flattr nutzen und das Geld im Grunde weiter verteilen. Bis auf ein paar große Blogs, die vielleicht tatsächlich mal Gewinn damit machen, wird das Geld zumindest bisher nur untereinander herumgeschoben. Das würde bedeuten, Flattr nimmt sich dann wieder die 10% von dem, was ich gespendet habe, damit der andere User das Geld dann weiter verteilen kann, woraufhin sich von diesen Leuten Flattr dann wieder 10% nimmt und und und …

    Das ist natürlich der Worst Case, genaue Zahlen kennt man ja noch nicht. Da ich zu 98% eh immer die gleichen Blogs supporte, würde ich wohl mit einer halbjährlichen Zahlung per Banküberweisung von 10 EUR oder sowas an meine Top 5 günstiger und fairer wegkommen, als über den Flattr-Weg.

    Es muss daher dringend andere Wege geben, bei Flattr Geld einzuzahlen. Paypal ist einfach nur teuer, was die Gebühren angeht. Außerdem sind die 10% für Flattr einfach zuviel. 1-2% fände ich hier angebracht, aktuell sieht mir das zu sehr nach Abzocke aus. Vor Allem aber bleibt abzwarten, wie viele “normale User” Flattr mit der Zeit finden kann. Normale User sind in diesem Fall Leute, die zwar bei Flattr sind und einzahlen, selbst aber keine Flattr-Buttons auf ihrem Blog haben, so dass das Geld nicht nur sinnlos hin und her geschoben wird. Denn nur durch diese Leute kommt ja “frisches” Geld in den Flattr-Finanzkreislauf.

    Flattr-Buttons soll es auf meinen Blogs in absehbarer Zeit eigentlich nicht geben. Auf privaten Blogs finde ich das sowieso recht zweifelhaft, bei kommerziellen Projekten z.B. von Verlagen halte ich es hingegen für ein nettes Zubrot, wenn das System passt.

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